Zurück zu Farbvererbung

Die Wildfarbigkeitsmerkmale


Die Zonierung
Zone bedeutet abgrenzendes Gebiet. Wenn wir bei den Kaninchen bei der Thematik Farbbildung und – Verteilung von Zonen im Einzelhaar (auch Bänderung genannt) und Zonierungen am Körper sprechen, dann ist immer ein Hinweis gegeben, dass es sich um wildfarbene Tiere handeln muss. Das heißt, Zonierungen der Körperregionen sowie die Einzelhaarzonierung sind ebenfalls die Merkmale, die auf eine vorhandene Wildfarbigkeit bei Kaninchen mit anderen Fellfarben hinweisen.
Zu den Körperzonierungen der drei schwarzwildfarbigen Rassen gehören bei den Farbarten Hasengrau und Wildgrau: weiße Augen-, Nasen- und Kinnbackeneinfassung, weißer Bauch, weiße Blumenunterseite und Innenseiten der Schenkel, Bildung der Schoßflecken, eines Nackenkeils, schwarze Ohrsäumung.

Das einzelne Haar unterliegt gleichfalls einer Zonierung. Infolge dieser Haarbänderung beziehungsweise Einzelhaarzonierung entstehen die Gliederungen Deckfarbe, Zwischenfarbe und Unterfarbe. Bei Wildgrau sind all diese Zonierungen durch die starke Pigmentierung angedeutet erkennbar vorhanden.
Ob es immer richtig ist, bei der Einzelhaarzonierung von nur drei Farbstufen auszugehen, muss angesichts der Möglichkeit zur Mehrfachbänderung des Haares in Frage gestellt bleiben. Die Antwort bleibt an dieser Stelle bewusst offen.